
Auf dieser Seite finden Sie Neuigkeiten zu meiner Arbeit im Wahlkreis und im Landtag. Für Presseberichte der regionalen Zeitungen klicken Sie auf die Seite des Oranienburger Generalanzeigers oder der Zeitung Märkische Allgemeine.
Ehemaliges KZ Oranienburg: Open-Air-Ausstellung mitten in der Stadt eröffnet

Als Landtagsabgeordneter und Oranienburger Stadtverordneter war der 2. November für mich ein ganz besonderer Tag: Nach mehr als sechs Jahren intensiver Arbeit, Planung und Begleitung wurde der neugestaltete Erinnerungsort für das ehemalige Konzentrationslager Oranienburg an der Berliner Straße feierlich eingeweiht.
Der rund 60 Meter lange Mauerrest auf dem Gelände einer früheren Brauerei ist der letzte erhaltene bauliche Überrest des ersten Konzentrationslagers in Preußen. Hier wurden zwischen 1933 und 1934 rund 3.000 Menschen – vor allem politische Gegner des NS-Regimes wie Sozialdemokraten und Kommunisten, aber auch jüdische Gefangene – inhaftiert, misshandelt und getötet. Während die Nationalsozialisten das Lager zynisch als „mustergültig“ inszenierten, herrschten hinter der Fassade Terror und Entrechtung.
Vom bürgerschaftlichen Engagement zum Gemeinschaftsprojekt
Den historisch bedeutsamen Ort im Stadtbild erlebbar machen, die Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte fördern und die Schicksale der Menschen sichtbar machen, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden: Das war mein persönlicher Anspruch und das Ziel der vielen Engagierten in der von mir initiierten Arbeitsgruppe „Gedenkort ehemaliges KZ Oranienburg“.
Aus den ersten Ideen engagierter Bürgerinnen und Bürger entstand ein echtes Gemeinschaftswerk. Im Jahr 2020 folgte der entscheidende politische Schritt, als sich in der Stadtverordnetenversammlung eine große Mehrheit für unser Anliegen fand. In den darauffolgenden Jahren entwickelte die Stadt Oranienburg in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ein überzeugendes Gesamtkonzept.
Ein moderner Ort des Gedenkens und der Bildungsarbeit
Für ein Gesamtbudget von rund 425.000 Euro ist ein Ort entstanden, der Geschichte mitten in unserem Alltag verankert. Eine eindrucksvolle Open-Air-Ausstellung, ein dezidierter Gedenkbereich für Erich Mühsam sowie moderne Informationselemente machen das Geschehene sichtbar. Dass der Bund das Vorhaben mit rund 283.000 Euro im Rahmen der „Nationale Projekte des Städtebaus“ förderte, erfüllt uns mit großem Stolz.
Gedenken ist eine dauerhafte Verantwortung. Ich danke allen Beteiligten aus Stadt, Land, Bund und der Zivilgesellschaft von Herzen. Ich wünsche mir sehr, dass Oranienburgerinnen und Oranienburger, Schulklassen sowie Gäste aus aller Welt diesen Ort nun entdecken und als Mahnung für die Zukunft begreifen.




